Award Patientendialog 2026
festlich gewürdigt beim BPiK-Symposium in Haar
Herzlichen Glückwunsch zu Platz 1: Würdigung der DRF Luftrettung beim BPiK-Symposium in Haar, mit Thomas Zecho (4. von links) als Vertreter der DRF Luftrettung. Foto: BPiK
Die unabhängige Fachjury hat entschieden, die Awards Patientendialog 2026 sind vergeben: Platz 1 geht an die DRF Luftrettung für „Kommunikation und Patientensicherheit in der Luftrettung“ – Patientendialog dort, wo für ein Gespräch kaum Zeit bleibt und der Rotorenlärm jedes Wort übertönt.
Platz 2 geht an das Pflege- und Präventionszentrum (PPZ) der DRK Kliniken Berlin Köpenick, dessen Community Health Nurses Patientinnen, Patienten und pflegende Angehörige stärken, im Krankenhaus und im Kiez. Den dritten Platz teilen sich die Universitätsmedizin Greifswald für ihre Fast-Track-Pfade und die Medizinische Hochschule Hannover für die GenE³-App, die nach der genetischen Beratung weiterbegleitet.
Feierlich bekannt gegeben wurden die Preisträger am Freitag, 23. Oktober 2026, zu Beginn des zweiten Tages des BPiK-Symposiums „Patientenbeteiligung als Erfolgsfaktor für Krankenhäuser“ im kbo-Isar-Amper-Klinikum in Haar bei München. Hajo Neu führte durch die Verleihung unter dem Leitmotiv „Empowering Patients – Connecting Care“ und blickte auf neun Jahre Award Patientendialog zurück: von der ersten Ausschreibung 2018 über Verleihungen in Düsseldorf, Essen und Berlin bis nach Haar.
Vor Ort nahm die DRF Luftrettung die Auszeichnung für Platz 1 entgegen. Allen ausgezeichneten Teams gilt der herzliche Glückwunsch der Träger BPiK und BBfG, der Jury und des Patientendialogs.
Die Bewertung lag bei einer unabhängigen Fachjury aus Gesundheitswesen, Wissenschaft, Politik und Selbstverwaltung. Zu ihr gehören unter anderem Prof. Dr. Giovanni Maio (Medizinethiker), Dr. Karl Blum (Deutsches Krankenhausinstitut, DKI) und Dr. Gerald Gaß (Deutsche Krankenhausgesellschaft, DKG). Ihnen und allen weiteren Jurymitgliedern, den Trägern BBfG und BPiK sowie allen Kliniken, die sich beworben haben, gilt der Dank des Patientendialogs.
Es geht weiter: Aus neun Jahren Award Patientendialog entsteht das Kompendium Patientendialog. Es bündelt die Erfahrungen der ausgezeichneten Projekte, und die Preisträger 2026 haben darin einen festen Platz. Das Kompendium erscheint als E‑Book und soll jährlich fortgeschrieben werden. Außerdem ist vorgesehen, die Preisträger im Magazin „führen und wirtschaften im Krankenhaus“ des Bibliomed-Verlags vorzustellen.
„Die Preisträger zeigen, was Patientenbeteiligung im Klinikalltag bedeutet: zuhören, verständlich erklären und Patientinnen, Patienten und Angehörige zu Partnern machen – selbst dort, wo wenig Zeit bleibt. Als Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher erleben wir täglich, wie viel es bewirkt, gehört zu werden. Allen ausgezeichneten Teams gratuliere ich herzlich und danke ihnen für ihr Engagement.“
Detlef Schliffke, 1. Vorsitzender des Bundesverbands Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e. V. (BPiK) | Bild: Detlef Schliffke (2. von links) beim BPiK-Symposium in Haar. Foto: BPiK
„Rückmeldungen von Patientinnen, Patienten und Angehörigen sind ein Schatz, wenn man sie ernst nimmt und daraus lernt. Die Projekte dieses Jahrgangs – von der Luftrettung über die Pflege im Stadtteil bis zur Chirurgie und zur Humangenetik – zeigen eindrucksvoll, wie das gelingen kann. Patientenfürsprache und Beschwerdemanagement gehören dabei zusammen. Dafür gilt allen Preisträgern unser herzlicher Glückwunsch.“
Matthias Bäuerlein, 1. Vorsitzender des Bundesverbands Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen e. V. (BBfG) | Bild: Matthias Bäuerlein bei seiner Ansprache in Haar. Foto: BPiK
AND THE WINNERS ARE…
Foto: DRF Luftrettung
…für „Kommunikation und Patientensicherheit in der Luftrettung“: Übersetzungs-Apps, mehrsprachige Kommunikationskarten und ein Patientenfürsprecher an Bord und am Boden.
Fotos: DRK Kliniken Berlin Köpenick
…für Community Health Nurses, die Patientinnen, Patienten und pflegende Angehörige schon während des Klinikaufenthalts stärken und im Kiez weiterbegleiten.
Foto: Universitätsmedizin Greifswald
…für Fast-Track-Pfade, in denen Fast-Track Nurses Patientinnen und Patienten vom Aufklärungsgespräch bis zur Nachsorge begleiten und zu aktiven Beteiligten ihrer Genesung machen.
© Karin Kaiser/MHH